Tagungen und Symposien der GPT

GPT am Mittwoch - Termine 2026 / 2027

Im Rahmen unserer Reihe GPT am Mittwoch greifen wir unterschiedliche phytotherapeutische Themen auf, die an einem Mittwoch von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr vorgestellt und diskutiert werden. Die Teilnahme ist kostenlos. GPT-Mitglieder können die Videomitschnitte im geschlossenen Mitgliederbereit unserer Website ansehen.

Pilze und Medizinflaschen6. Mai 2026: Pilze und ihr therapeutisches Potential

  • Dr. Benjamin Kirchweger, LMU-München: Der Chaga Pilz - Ethnomedizin, Produktqualität und (prä)klinische Evidenz
  • Prof. Dr. Ulrike Lindequist, Universität Greifswald: Vitalpilze, Heilpilze und Co. - was steckt dahinter?
  • Prof. Dr. Andreas Hensel, Universität Münster: Psychoaktive Pilze und deren therapeutisches Potential

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Hand einer alten Frau hält Teetasse, Kräuter im Hintergrund10.06.2026: Altwerden ist nichts für Feiglinge

Prof. Dr. Detmar Jobst, Bonn
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Bild von Arzneitees und ArzneipflanzenOktober 2026: Arzneitees, olle Kamelle oder aktuelle Arzneiform?

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Bild von Gewürzen in Schalen und TigelnJanuar 2027: Gewürze – können sie auch arzneiliche Effekte bewirken?

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Qualität von Nahrungsergänzungsmitteln: Botanicals im Fokus von Analytik und Regulatorik

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Interdisziplinärer Expertenworkshop

Mittwoch 27. Mai 2026; 09:00 bis ca. 16:30 Uhr

Universität Münster, PharmaCampus, Corrensstraße 48, Münster

 

Nahrungsergänzungsmittel (NEM) hatten 2019 in Deutschland ein Marktvolumen von über zwei Milliarden Euro, seitdem mit jährlichen hohen Steigerungsraten. NEM sind ökonomisch erfolgreich – nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Ein Nutzen für Verbraucher ist allerdings keineswegs immer vorhanden. NEM können in vielen Fällen Risiken bergen, z.B. durch mangelnde Qualität und falsche Deklaration, durch falsche Verwendung und Fehldosierungen. Dies gilt besonders für diejenigen NEM, die gesundheitsbezogenen Wirkungen suggerieren und damit den Bereich tangieren, der unter das Arzneimittelgesetz fällt.  Dies gilt auch für Produkte, die pflanzliche Zubereitungen enthalten, sogenannte Botanicals.

Untersuchungen zeigen, dass bei NEM vielfach deutliche Qualitätsprobleme bestehen, die insbesondere im Bereich der Botanicals durch Produktfälschungen massiv ausgeprägt sind. Eine produkt- und chargenbezogene Routineprüfung der NEM unter Verwendung aussagekräftiger und validierter analytischer Verfahren obliegt derzeit den jeweiligen Herstellern - wie im Lebensmittelrecht üblich. Aufgrund eigener Untersuchungen, Veröffentlichungen der Lebensmittelüberwachung und anderer Quellen ist jedoch zu vermuten, dass in der Praxis solche Produktanalysen von einigen Herstellern wenig sorgfältig durchgeführt werden.

Die Produktkontrolle wird durch die Hersteller teilweise ungenügend durchgeführt, gewählte HACCP-Konzepte und andere Standards scheinen häufig nicht auszureichen, um die Verkehrsfähigkeit sicherzustellen. Falsch ausgestellte Waren-Zertifikate von Zulieferern stellen ein Problem dar, falsche analytische Untersuchungen und Zertifikatausstellungen analytischer Dienstleister bescheinigen falsche Sicherheit. Die Überwachung durch Lebensmitteluntersuchungsämter ist schwierig, da teilweise selektive und validierte aussagekräftige Analysenprotokolle fehlen, Referenzextrakte oder – Standards schwierig zu beschaffen sind und auch die personellen Kapazitäten in den Untersuchungsämter beschränkt sind.

Auf der anderen Seite finden sich auch NEM-Hersteller, die Produkte mit exzellenter Qualität auf den Markt bringen – häufig kommen diese Unternehmen aus dem pharmazeutischen Bereich, in dem die Qualitätsanforderung auf allen Stufen durchgesetzt und kontrolliert werden und sich auch in der jeweiligen Unternehmenskultur widerspiegeln.

Zur systematischen Bestandsaufnahme der aktuellen Situation findet am 27.Mai 2026 der Expertenworkshop zum Thema „Qualität von Nahrungsergänzungsmittel: Botanicals im Fokus von Analytik du Regulatorik

Als Initiator stellt die Universität Münster (Institut für Pharmazeutische Biologie und Phytochemie) sowie die Deutsche Gesellschaft für Phytotherapie (GPT, https://phytotherapie.de/de/) und die international agierende Stiftung Plants for Health (PfH, https://www.plantsforhealth.org/) die Moderation und die Infrastruktur für ein derartiges Forum zur Verfügung. Die Veranstaltung möchte die relevanten Akteure im Bereich NEM (Lieferanten, Hersteller, Inverkehrbringer, Überwacher, Behörden, Pharmabereich) zu einer konstruktiven Diskussion zusammenbringen, um gegenseitiges Verständnis zu vermitteln und ein mögliches Miteinander zu beginnen.Ein weiteres Ziel is die Verbesserung des Verbraucherschutzes.

Das Thema Überwachung sollten Vertreter aus dem Bereich der Landesuntersuchungsämter präsentieren. Da auch die personellen Kapazitäten und übergeordneter Verbraucherschutz eine Rolle spielen, sollten auch die Landesoberbehörden oder zuständige Ministerialvertreter die Kontrollproblematik aus ihrer Sicht kommunizieren. NEM-Hersteller würden zum einen ihre Qualitäts-Konzepte vorstellen, aber auch die Probleme aufzeigen, die sie z.B. im Rahmen der Beschaffung von Rohstoffen (z.B. pflanzlichen Extrakten) auf dem Weltmarkt haben. Auch analytische Dienstleister sollen zu Wort kommen.

Geplant ist somit ein intensiver Workshop mit kurzen, aber aussagekräftige Statements, und ausreichend Zeit für gemeinsamen Austausch und round table Diskussion. Ziel ist es nicht, in ein Klagelied zu verfallen, wie schwierig die NEM-Kategorie ist oder Akteure zu beschuldigen Zu diskutieren sind allerdings die kritischen Punkte in Rohstoffbeschaffung, Verarbeitung, Qualitätskontrolle, Überwachung und Vertrieb und Gründe zu ermitteln, die zu der problematischen Situation im Bereich Rohstoffbeschaffung, Kontrolle durch die Exekutive und im Markt führen. Ziel ist es die gesamte Wertschöpfungskette zu untersuchen, die Schwachstellen aufzudecken und Ursachen zu definieren. Das nächste Ziel wäre dann auch konstruktive Lösungsmöglichkeiten zwischen Hersteller, Behörden, Lebensmittelchemikern, Apothekern und Verwaltungsstrukturen sind zu finden.

Oberstes Ziel sollte eine Verbesserung des Verbraucherschutzes beim Umgang mit NEM sein.

Die Universität Münster, in Kooperation mit den o.g. Fachgesellschaften bietet aus den genannten Gründen ein Forum um in der direkten Interaktion mit den Akteuren ins Gespräch zu kommen, Probleme zu analysieren und ggf. Verbesserungen im Sinne des Verbraucherschutzes anzustoßen.

Das Programm zu der Veranstaltung können Sie hier herunterladen.

Tetranationaler Kongress 2026: Gemeinsamer Kongress der SMGP, ÖGPhyt, NVF und GPT

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Thema: Nicht übertragbare Erkrankungen
24. bis 26. September 2026, Münster (Westfalen)

Information über zurückliegende Kongresse und Veranstaltungen der GPT siehe Kongress-Archiv