Aktuelles

S3-Leitlinie "Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen" veröffentlicht

Die neue Leitlinie bietet auch Information zu phytotherapeutischen Optionen zur Behandlung von onkologischen PatientInnen. Der Leitlinienbeauftragte der GPT, Prof. Dr. Jost Langhorst, und seine Gruppe haben intensiv an der Erstellung der Leitlinie mitgewirkt. 
Die neue Leitlinie ist auf der Homepage der AWMF zugänglich:
https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/komplementaermedizin

Positionspapier der GPT zur Abgrenzung von pflanzlichen Arzneimitteln und Nahrungsergänzungsmitteln

Drei Autoren aus dem Vorstand der GPT, Herr Prof. Dr. Jobst, Bonn, Herr Prof. Dr. Hensel, Münster und Frau Prof. Dr. Kraft, Rostock, haben ein Positionspapier erstellt, das intendiert, dass die derzeitige, vom Marktgeschehen benutzte Ähnlichkeit von Arzneimitteln und Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) bald der Vergangenheit angehört.

Ziel ist, dass NEM mit Health-Claims als gesundheitsfördernde Lebensmittel zukünftig präzise deklariert und daher besser erkennbar sind, dass eindeutige Qualitätskriterien wie z. B. die Identität der Inhaltsstoffe und die deklarierten Gehalte wirksam kontrolliert werden, und dass zugelassene oder registrierte Arzneimittel, insbesondere pflanzliche Medikamente, sich wieder deutlicher von NEM unterscheiden. Probleme wie werbeabhängige Fehleinschätzung, Fehlernährung, Überdosierungen oder Interaktionen mit Medikamenten sollten so zukünftig seltener im Zusammenhang mit NEM auftreten. Das Papier liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Links: DE ENKurzfassung DE EN

Der Vorstand online

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Durch die Coronapandemie wurde auch bei der GPT, wie überall, zur neuen Normalität, was vorher die Ausnahme war. Zoom-Konferenzen sind inwischen bei Vorstandssitzungen zur Routine geworden und werden auch nach der Pandemie eher die Regel bleiben, zu groß sind die Ersparnisse an Reisezeit und -kosten und der Zugewinn an Flexibilität gegenüber den Präsenzsitzungen.
Für Kongresse wird aber das Vor-Ort- bzw. Hybrid-Format die Regel bleiben, denn hier ist das Knüpfen neuer und das Pflegen alter persönlicher Kontakte unersetzlich. 

Summer School "Healthy Herbs" der Donau-Universität Krems

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Phytotherapie bei Infektionen des Respirationstrakts als Strategie zur Vermeidung von Antibiotika-Resistenzen ist Thema einer Summer School des Zentrums für TCM und Komplementärmedizin an der Donau-Universität Krems. Wie die sehr erfolgreiche Charité Online Winter School zum selben Thema, die mit anderen Inhalten vom 24.-28. März 2021 als ein Online-Kurs stattfand, organisiert vom Immanuel Krankenhaus Berlin, wird diese Summer School vom Erasmus-Program der EU unterstützt. Link.

Phytotherapie 2021 - 50 Jahre GPT

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24.-26. Juni 2021, Bonn, Wissenschaftszentrum
Die Gesellschaft für Phytotherapie feierte mit dem Kongress 2021 ihr 50-jähriges Bestehen und zugleich eines ihrer Schlüsselthemen, die Phytotherapie des Magen-Darm-Traktes. Der Kongress fand als Hybridkongress statt, also vor Ort im Wissenschaftszentrum Bonn, mit der Möglichkeit der Online-Teilnahme, und setzte so ein Zeichen für die Zukunft nach der Pandemie.
Er machte erstmals nach den Monaten der Isolation persönliche Begegnung möglich. Key notes, Kurzvorträge, Poster und eine Podiumsdiskussion vermittelten aktuelle Einblicke in die Entwicklung der Phytotherapie.
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Im Herbst wird ein weiteres eintägiges Symposium stattfinden, in dessen Rahmen auch die Mitgliederversammlung stattfinden wird.

Der Kongressbericht liegt bereits auf der Kongresshomepage vor.

2021: 50 Jahre GPT

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Im Jahre 2021 jährt sich zum 50. Mal die Gründung der GPT. Sie ist demnach die älteste Gesellschaft für die Phytotherapie im deutschprachigen Raum. Bei ihrer Gründung in Köln im Jahr 1971 hätte ihr keiner vorhergesagt, dass sie heute als wissenschaftliche Fachgesellschaft in der AWMF auf Augenhöhe mit den großen wissenschaftlich-medizinischen Fachgesellschaften wie denen für Kardiologie oder Gastroenterologie an der Erstellung der medizinischen Leitlinien mitarbeitet und dass ihre weiter wachsende Mitgliederzahl sich heute nicht nur aus den Kreisen der Ärzte, Apotheker und Wissenschaftler, sondern auch der anderen Heil- und Pflegeberufe rekrutiert.

Gründungspräsident war Rudolf Fritz Weiss, der als Vater der wissenschaftlichen Phytotherapie in Deutschland gilt. Prägend waren dann die Präsidentschaft von Hans Reuter, in die die Gründung des europäischen Dachverbandes für Phytotherapie, der ESCOP, fiel, und die langjährige Präsidentschaft von Fritz Kemper. Bereits in die Zeit der aktuellen Präsidentin Karin Kraft fielen die Vertiefung der Beziehungen zu den Schwestergesellschaften der deutschsprachigen Länder durch zweijährliche gemeinsame Kongresse, die Schaffung einer eigenen Fortbildung für Phytotherapie, die Initiierung des Tages der Arzneipflanze und, last but not least, der bereits erwähnte Beitritt zur AWMF.

Im Jahr 2021 gilt es, diese Erfolgsgeschichte zu feiern, nicht zuletzt auch mit einem Jubiläumskongress in Bonn, und sie für die Zukunft fortzuschreiben, um der weiter wachsenden Bedeutung der Phytotherapie auch in den nächsten 50 Jahren gerecht zu werden. Link.

17 Bäume für den "Tag der Arzneipflanze" 2021

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Vom 5. bis 7. Juni 2021 findet erneut der "Tag der Arzneipflanze" statt - siehe www.tag-der-arzneipflanze.de.  Im diesem Zeitraum werden weltweit Mitmachaktionen rund um Arzneipflanzen stattfinden, sowohl für Wissenschaftler, als auch für alle anderen Mitbürgerinnen und Mitbürger.

An der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster waren aus Anlasss des Tages der Arzneipflanze bereits im vergangenen Jahr zwei arzneilich nutzbare Bäume gepflanzt worden, vor dem Institut für Pharmazeutische Biologie und Phytochemie ein Ginkgobaum (Gingko biloba) und vor dem Englischen Seminar und dem Exzellenzcluster der Universität Münster "Politik und Religion" ein Lindenbaum (Tilia cordata).

In diesem Jahr wurden im Rahmen dieser Aktion nun bereits 12 Bäume gepflanzt, zuletzt zusätzlich noch 5 Roßkastanien.

Die Bäume wurden über eine Spendenaktion finanziert, weitere Spender sind willkommen (Prof. Dr. Andreas Hensel, Gesellschaft für Phytotherapie e.V., Institut für Pharmazeutische Biologiue und Phytochemie der WWU Münster, link).

ESCOP Webinar zu Cranberry

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Aus Anlass der Fertigstellung der ESCOP-Monographie zu Craneberry fand am 25. März 2021 erstmals ein von der ESCOP veranstaltetes Webinar statt, mit Prof. Dr. Liselotte Krenn, Universität Wien, als Referentin. Link.

Phytotherapie im Respirationstrakt als Strategie zur Vermeidung von Antibiotika-Resistenzen: Die Charité Online Winter School

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Mit Unterstützung des Erasmus-Programs der EU fand vom 24.-28. März 2021 ein Online-Kurs statt, organisiert vom Immanuel Krankenhaus Berlin. Das Programm fand großen Anklang. Das Erasmus-Programm unterstützt weitere ähnliche Veranstaltungen in Österreich und Italien.

Weltfrauentag 2021: Phytotherapie ist weiblich

Der Weltfrauentag am 8. März, auch Internationaler Frauen-Tag genannt, kann Anlass sein, sich auf die Bedeutung der Frauen für die Phytotherapie zu besinnen. Frauen stellen die Mehrzahl der Nutzer von pflanzlichen Arzneimitteln, wie die durch die Kooperation Phytopharmaka in Zusammenarbeit mit dem Institut für Medizinische Statistik und Bioinformatik des Universitätsklinikums Köln durchgeführte PhytoVIS-Studie bestätigt hat: Von den 24056 in diese weltweit größten Studie ihrer Art erfassten Berichten über die Nutzung von Phytopharmaka stammten 16443, also 68 %, von Frauen (1). Derzeit wird eine Auswertung dieser Studie auf Gender-Aspekte durchgeführt, die voraussichtlich auf dem Jubiläumskongress der Gesellschaft für Phytotherapie erstmals vorgestellt werden wird. Zum Kongress.
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1. E Raskopf, O Greinert, G Zadoyan, S Schleicher, K Shah-Hosseini, G Meng, T Wegener, O Kelber, J Singh, R Mösges: Die Versorgungsforschung-Datenbank PhytoVIS – eine retrospektive Befragung zur Anwendungserfahrung mit Phytopharmaka. Poster, Phytokongress 2017. Zeitschrift für Phytotherapie 2017; 38(S 01): S1-S44. Link

Das BfR sucht Expertinnen und Experten für seine Kommissionen

Um seine Expertenkommissionen neu zu besetzen, sucht des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) entsprechend qualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Nähere Angaben finden sich auf der Homepage des Instituts.

Die Arbeit der BfR für den gesundheitlichen Verbraucherschutz zeichnet sich durch ihren wissenschaftlichen, forschungsgestützten Ansatz aus. 
BfR

Interaktionen pflanzlicher Arzneimittel mit anderen Arzneimitteln - Liste der ESCOP

Die wissenschaftliche Literatur zu diesem Thema ist so zahlreich, dass der Eindruck entstehen könnte, dass, so wie 1 + 1 = 2 ist, auch bei der Gabe eines pflanzlichen Arzneimittels in Kombination mit einem chemisch definierten Arzneimittel Interaktionen auftreten.

Eine durch die ESCOP veröffentlichte Liste belehrt eines Besseren: Interaktionen sind bei pflanzlichen Arzneimitteln die Ausnahme, und zudem von der Dosis abhängig. Die Liste kann so im Alltag Ärzten und Apothekern als eine hilfreiche Übersicht dienen.
Zur Liste der ESCOP  

Alle Jahre wieder ...

werden andere Arznei- und Heilpflanzen unserer Aufmerksamkeit anempfohlen:
Arzneipflanze des Jahres
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Der interdisziplinäre Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde am Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg hat in diesem Jahr die Myrrhe aufs Schild gehoben, das Harz des gleichnamigen Baumes, der seit Alters her als Arzneipflanze bekannt ist und das heute als Tinktur oder Bestandteil von Kombinationsarzneimitteln in der Magen-Darm-Heilkunde eingesetzt wird. Link

Heilpflanze des Jahres
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In diesem Jahr hat der Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, gen. Paracelsus e.V., kurz NHV Theophrastus, der sich der Vermittlung einer gesunden Lebensweise widmet, diesen Titel dem Meerrettich verliehen, der, ebenfalls bekannt aus der traditionellen Heilkunde, heute als Bestandteil von Arzneimitteln in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde verwendet wird. Link

Covid-19 - welche phytotherapeutischen Optionen gibt es?

Corona
Eine Übersicht über den aktuellen Forschungsstand geben Prof. Dr. Andreas Hensel, Dr. Verena Spiegler und Prof. Dr. Karin Kraft. Link. Diese Übersicht ist auch in der Zeitschrift für Phytotherapie erschienen, und ein Artikel in der Zeitschrift PTA heute referiert die wissenschaftlichen Fakten. In der Zeitschrift für phytotherapie ist auch ein Artikel über die Voraussetzungen von phytotherapeutischen Empfehlungen von Dr. Rainer Stange und Prof. Dr. Dr. Bernhard Uehleke erschienen. Link zur ZPT. Einen tieferen Einblick gibt ein Artikel zum Einsatz der Komplementärmedizin, einschliesslich der Phytotherapie, bei COVID-19, der in Frontiers in Medicine erschienen ist, und zu dessen Autoren Dr. Rainer Stange und Herr Prof. Dr. Langhorst gehören Link. Einen Einstieg in das Thema bietet ein Editorial, ebenfalls von Prof. Dr. Dr. Bernhard Uehleke. Link zur ZPT - Zum open access für Mitglieder.

Ein klarer Übersichtsartikel in der Zeitschrift Frontiers in Ethnopharmacology zeigt: Es gibt Evidenz dafür, dass eine ganze Reihe unserer klassischen europäischen Heilpflanzen an COVID-19 Erkrankten helfen kann. Link.  

Die Zeitschrift Planta Medica hat eine ganze Ausgabe den zahlreichen antiviralen Wirkstoffen aus der Pflanzenwelt gewidmet, zu denen in den letzten Jahren Artikel erschienen sind. Link. Aus Sicht der Grundlagenforschung interessant erscheint auch ein Artikel von Prof. Dr. Michael Wink. Link.

Die Phytotherapie bietet demnach nicht nur eine Fülle von denkbaren Ansätzen zur antiviralen Therapie, sondern auch evidenzbasierte Mittel, die hier und heute helfen können, auch die Symptome einer COVID-19-Erkrankung besser zu überstehen.

Stellungnahme der GPT

Rezeptfreiheit - Erstattungsfähigkeit - Arzniemittelsicherheit - was hat dies miteinander zu tun? Die GPT hat ein Statement erarbeitet, das diese Frage beantwortet:

Phytopharmaka – rezeptfrei  aufgrund ihrer hohen Sicherheit

In vielen Arztpraxen verlieren rezeptfreie Arzneimittel und damit auch Phytopharmaka gegenüber verschreibungspflichtigen Arzneimitteln an Bedeutung im pharmakologischen Repertoire. Seit dem Wegfall der Erstattungsfähigkeit rezeptfreier Arzneimittel durch die gesetzlichen Krankenversicherungen wird „rezeptfrei“ häufig mit „weniger wirksam“ assoziiert. Doch als Entscheidungskriterium, ob ein Arzneimittel der Verschreibungspflicht unterliegt oder nicht, dient nicht die Wirksamkeit sondern die Arzneimittelsicherheit*.

Phytopharmaka unterliegen gerade wegen ihres relativ geringen Nebenwirkungspotenzials nicht der Verschreibungspflicht* und sind aus diesem Grunde für die Selbstmedikation geeignet. Daher sind sie aber auch (von Ausnahmen abgesehen) nicht erstattungsfähig. Es handelt sich bei Phyto­pharmaka um Arzneimittel, deren Wirksamkeit und Sicherheit durch die behördliche Über­prüfung in einem Zulassungsverfahren bestätigt worden sind. Sie haben damit ihren positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf nachgewiesen und sind fester Bestandteil der Selbst­medi­kation, die eine wichtige Säule des Gesundheitssystems darstellt. Rund jede achte in der Apo­theke abgegebene Packung entfällt auf Phytopharmaka.

02. November 2020

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*
Arzneimittel unterliegen gemäß Arzneimittelgesetz §48 (2) Nr. 2 der Verschreibungspflicht, wenn sie „die Gesundheit des Menschen gefährden können, wenn sie ohne ärztliche Überwachung angewendet werden“. Demgegenüber darf gemäß Arzneimittelgesetz §48 (2) Nr. 3 die „Verschreibungspflicht aufgehoben werden, wenn … die Voraussetzungen nach Nr. 2 nicht oder nicht mehr vorliegen“. Fast alle pflanzlichen Arzneimittel unterliegen nicht der Verschreibungspflicht. Demnach erfüllen sie dieses gesetzlich vorgegebene Sicherheitskriterium im Gegensatz zu verschreibungspflichtigen Interventionen.

Die GPT wünscht gesunde Weihnachtszeit

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Keine andere Arzneipflanze prägt die Vorweihnachts- und Weihnachtszeit so sehr wie die Tanne. Dabei wird sie zumeist gar nicht als Arzneipflanze wahrgenommen, obwohl das Öl ihrer Nadeln sogar eine Nummer im ATC-Code hat, dem internationalen Index für Arzneistoffe (M02AP58). Erwiesen ist seine antimikrobielle Wirkung. Seine inhalative Anwendung als Schleimlöser bei Erkältungskrankheiten und seine Nutzung zur Einreibung auf die Haut bei schmerzhaften Erkrankungen des Bewegungsapparates hingegen stützen sich vor allem auf eine lange Tradition. Also ein passendes Profil für die kalte Jahreszeit.

Jahresmitgliederversammlung online: Arbeit der GPT wird erfolgreich ausgebaut

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Die GPT bringt die Phytotherapie voran - mit einem wachsenden Spektrum an Aktivitäten, die den Stellenwert pflanzlicher Arzneimittel in Wissenschaft und Gesellschaft ausbauen. Hier seien nur die Mitarbeit an den medizinischen Leitlinien, die Weiterentwicklung der Zeitschrift für Phytotherapie hin zum Peer Review, die erfolgreiche Fortbildung zum Phytotherapeut/in und der Tag der Arzneipflanze genannt. Die neue Beitragsstruktur, durch die mehr Mittel hierfür bereitgestellt werden können, hat dabei weitgehende Akzeptanz gefunden Die Mitgliederversammlung, die erstmals online stattfand, bestätigte den erfolgreichen Kurs der GPT.
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Arzneipflanzen: Steigende Nachfrage nach Heilkräften aus der Natur. Interview mit Prof. Dr. Andreas Hensel

Die Universität Münster hat im Rahmen ihrer podcast Serie zu aktuellen Themen ein Interview mit Herrn Prof. Dr. Andreas Hensel, Mitglied des Vorstandes der GPT, publiziert.

© WWU - SP

Der geschäftsführender Direktor des Instituts für Pharmazeutische Biologie und Phytochemie an der WWU und erklärt im Podcast, wie effektiv Stoffe aus der Natur sind, wo sie sich einsetzen lassen und welche Rolle sie möglicherweise in Zukunft bei der Behandlung von Coronaviren spielen könnten. Außerdem gibt der Pharmazeut einen Überblick darüber, in welchen Bereichen außerhalb der Medizin Naturstoffe zum Einsatz kommen.

Link: https://www.uni-muenster.de/kommunikation/podcast/index.html#hensel

2nd International Workshop on Pyrrolizidine Alkaloids successful

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Die Pyrrolizidinalkaloide (PAs) dominieren schon seit einigen Jahren die Diskussionen um Verunreinigungen bei pflanzlichen Arzneimitteln. Das ihnen eine genotoxische Potenz zuigeschrieben wird, haben die deutsche Arzneimittelzulassungsbehörde BfArM und die für pflanzliche Arzneimittel zuständige Kommission der europäischen Zulassungsbehörde EMA, das HMPC, Grenzwerte veröffentlicht. Derzeit gilt ein Grenzwert von 1 µg PAs/Tagesdosis, eine weitere Senkung auf 0,35 µg/Tag ab Juni 2021 ist vorgesehen. In anderern Regionen, wie den USA und China, gibt es bis heute keine vergleichbaren Begrenzungen.
Ursache der PA-Spuren in pflanzlichen Arzneimitteln sind in der Regel Unkräuter, die bei der Ernte der Arzneipflanzen miterfasst werden. In den letzten Jahren wurde diese Ursache durch eine Vielzahl an aufwändigen Maßnahmen stark zurückgedrängt, sie lässt sich aber nicht vollständig ausschliessen.
Anderseits gibt es in zunehmendem Umfang Daten, die zeigen., dass nur vergleichsweise wenige der zahlreichen unterschiedlichen PAs, die in Pflanzen vorkommen, eine relevante gentoxische Potenz haben, und dass diese möglicherweise erst oberhalb eines gewissen Schwellenwertes wirksam wird.
Der Workshop widmete sich der Präsentation und Diskussion der aktuellen Datenlage, um so bessere Voraussetzungen für die Festlegung künftiger Grenzwerte zu schaffen. Referenten waren führende Fachleute aus Forschung und Behörden weltweit, die an den großen Erfolg des ersten internationalen Workshops zu diesem Thema anknüpfen konnten, der 2018 an der Universität Kaiserslautern stattgefunden hat (Link).
Auch in diesem Jahr gab der Workshop so einen wertvollen Überblick über die neuesten Entwicklungen bei der Erforschung der Toxikologie und Toxikokinetik, bei der Reduktion der Gehalte in den Produkten und bei der Regulatorik weltweit, der großes Interesse fand, gleichermassen bei Wissenschaftlern und Fachleuten aus dem akademischen Bereisch wie auch aus Behörden und der Arzneimittel- und Lebensmittelindustrie.
Aufgrund der Reisebeschränkungen im Rahmen der Covid-19-Pandemie, die eine verlässliche Planung eines internationalen Symposium als Präsenzveranstaltung nicht zuliessen, wurde das Symposium als Online-Veranstaltung durchgeführt und bildete den erfolgreichen Auftakt einer neuen Serie von internationalen eSymposien, die die Gesellschaft für Arzneipflanzen- und Naturstoffforschung (GA), die führende internationale Fachgesellschaft auf diesem Gebiet, veranstaltet.
Titel: Novel insights into Pyrrolizidine Alkaloid Toxicity and Implications for Risk Assessment
Termin: 29.-30.09.2020, GA e-Symposium

Veranstalter: GA, Gesellschaft für Arzneipflanzen- und Naturstoffforschung
mit Unterstützung der Kooperation Phytopharmaka

Programm: PA2020
Abstracts der Vorträge: www.conference-service.com/PA-2020

Aus Phytotherapie 2020 wird Phytotherapie 2022

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Die tetranationale Tagung Phytotherapie 2020 wird infolge der aktuellen Probleme mit der Corona-Pandemie um zwei Jahre verschoben, in der Hoffnung, dass bis dahin solche Veranstaltungen wieder möglich und die Grenzen wieder offen sind. Aus Phytotherapie 2020 wird demnach Phytotherapie 2022.

Neues Datum ist der 16.-18. Juni 2022 in Zürich, mit soweit möglich unverändertem Programm. Die Online-Anmeldung wird rechtzeitig wieder geöffnet. Aktuelle Informationen werden weiterhin auf der Website der SMGP vermittelt.

Die internationale Jahrestagung für Phytotherapie wird im zweijährlichen Rhythmus durch die Schweizerischen Medizinische Gesellschaft für Phytotherapie, die Gesellschaft für Phytotherapie GPT, die Österreichische Gesellschaft für Phytotherapie ÖGPhyt und die holländische Gesellschaft Nederlandse Verenigung for Fitotherapie gemeinsam veranstaltet.

Der nächste Kongress der Gesellschaft für Phytotherapie findet vom 24.-26. Juni 2021 in Bonn statt und ist dem 50. Jubiläum der GPT gewidmet.

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Tag der Arzneipflanze: Online-Aktivitäten finden statt.

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Das Wissen über Arzneipflanzen und ihre Anwendung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist Ziel des Tages der Arzneipflanze, der alljährlich am ersten Juniwochenende stattfindet. Link: www.Tag-der-Arzneipflanze.de

Auch der Tag der Arzneipflanze bleibt jedoch von den Folgen der Corona-Pandemie nicht unberührt. Die Online-Aktivitäten, zu denen das Arzneipflanzen-Quiz und der Mal- und Fotowettbewerb für Kinder gehören, finden uneingeschränkt statt. Alle weiteren seitens der GPT geplanten Aktivitäten werden jedoch für 2020 ausgesetzt.

Vor-Ort-Aktionen einzelner Veranstalter, die nicht ohnehin aus Gründen des Gesundheitsschutzes ausgesetzt werden müssen, werden von diesen in eigener Verantwortung und unter Einbeziehung eigener Ressourcen durchgeführt. Links zu den entsprechenden Informationen der Veranstalter finden Sie auf der Homepage des Tages der Arzneipflanze. 

Die GPT dankt allen Aktiven für ihr fortgesetztes Engagement und freut sich schon darauf, den Tag im Jahr 2021 (Datum: 4.-6. Juni) mit vereinten Kräften zu prächtiger Blüte zu bringen.

Bäume für den "Tag der Arzneipflanze"

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Vom 5. bis 7. Juni 2020 findet der "Tag der Arzneipflanze" statt - siehe www.tag-der-arzneipflanze.de.  Im diesem Zeitraum werden weltweit Mitmachaktionen rund um Arzneipflanzen und den daraus hergestellten Zubereitungen und  isolierten Naturstoffen stattfinden, dies sowohl für Wissenschaftler, als auch für die Bevölkerung. Um auch ein Zeichen der Nachhaltigkeit für diese Aktion zu setzen, wurden an der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster am 19. März 2020 schon vorab zwei wunderschöne arzneilich nutzbare Bäume gepflanzt: zum einen vor dem Institut für Pharmazeutische Biologie und Phytochemie ein Ginkgobaum (Gingko biloba) und vor dem Englischen Seminar und dem Exzellenzcluster der Universität Münster "Politik und Religion" ein Lindenbaum (Tilia cordata). Obwol der Tag der Arzeipflanze noch etwas hin ist hatte das Gärtnerteam der Universität unter Leitung von Gärtnermeister Lars Krüger beschlossen, dass jetzt im März eine optimale Pflanzzeit ist, und nun stehen beide Bäume!

Mögen Sie die nächsten Jahrzehnte (oder sogarJahrhunderte? Beide Arten können sehr alt werden!) an den "Tag der Arzneipflanze 2020" erinnern, mögen Sie aktiv zur Klimaverbesserung im städtischen Umfeld beitragen, und mögen Sie den Menschen, die vorübergehen stehts Schatten, Ruhe, Schönheit und vielleicht auch eine wirksame Arznei bieten!

Die Bäume wurden über eine Spendenaktion finanziert (Prof. Dr. Andreas Hensel, Gesellschaft für Phytotherapie e.V., Institut für Pharmazeutische Biologiue und Phytochemie der WWU Münster).

Die GPT wünscht frohe Weihnachten und ein glückliches neues Jahr!

Lebkuchengewürz
Im Winter finden viele Arzneidrogen besondere Aufmerksamkeit, da sie auch als Gewürze in Lebkuchen und Glühwein zu Einsatz kommen. Bild: Wikipedia. Zimt, Ingwer, Fenchel und Anis haben sich in Deutschland und Europa als Arzneipflanzen etabliert, was daran abzulesen ist, dass es Monographien der EMA dazu gibt. Nähere Information dazu findet sich auch im Arzneipflanzenlexikon der Kooperation Phytopharmaka. Bei der Gewürznelke hat das Öl medizinische Anwendung gefunden.

Bei Piment, Muskatnuss, Sternanis, Muskatblüte (Macis) Kardamom und Koriander hingegen hat sich die früher übliche arzneiliche Anwendung nicht erhalten, da sich aus der Tradition keine ausreichend plausiblen Hinweise auf eine Wirkung ableiten liessen. Zur Weihnachtzeit gehören sie jedoch als Lebkuchengewürze einfach dazu. 

Ehrung für Frau Cornelia Schwöppe

Auf der diesjährigen 34. Jahrestagung der SMGP in Baden (Schweiz) wurde die Arbeit von Frau Cornelia Schwöppe mit einer Ehrung durch Herrn Prof. Dr. Beat Meier (Leiter der Geschäftsstelle) und Herrn Dr. Roger Eltbogen (Präsident der SMGP) gewürdigt. Geehrt wurde die bisherige Leiterin der Geschäftsstelle der KOOP für  den Aufbau eines starken internationalen Netzwerkes und ihr langjähriges Engagement für die Phytotherapie.

Prof. Dr. Jost Langhorst, Mitglied des Vorstandes der GPT, mit dem Preis der DGNM ausgezeichnet

Für seine Verdienste um die Behandlung funktioneller Magen-Darm-Erkrankungen, auch mit Phytopharmaka, wurde Herrn Prof. Dr. Langhorst, Bamberg, mit dem Preis der Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität (DGNM) ausgezeichnet, den die von Prof. Dr. Thomas Frieling, Bielefeld, gegründete Stiftung für Neurogastroenterologie gestiftet hat.

Der Preis wurde beim DGVS-Kongress, dem größten deutschen Kongress im Bereich der Gastroenterologie, verliehen. https://www.viszeralmedizin.com

ESCOP aktiv

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Mitte September 2019 tagte die ESCOP, die in diesem Jahr auf ihren nunmehr 30jährigen Einsatz für die europäische Phytotherapie zurückblicken konnte, im niederländischen Utrecht. Präsident der ESCOP ist Dr. Tankred Wegener, im Wissenschaftlichen Komitee wird Deutschland von Dr. Barbara Steinhoff und Dr. Mathias Schmidt vertreten. Geleitet wird dieses Gremium von Dr. Barbara Steinhoff und Dr. Stephan Horsten (Niederlande), Schriftführer sind Professor Sonja Sturm (Österreich) und Professor Funda Yalcin (Türkei).

Copyright für das Bild: Dr. Bernat Vanaclocha, Spanien

Studium aktuell: Phytotherapie und Naturheilverfahren in der Ausbildung von Medizinern und Pharmazeuten

Eine Übersicht der Medizin- und Pharmaziestudiengänge, die Lehrveranstaltungen zu Phytotherapie und Naturheilverfahren anbieten, gibt die Zeitschrift für Phytotherapie. Link

Hinweis: Die Zeitschrift für Phytotherapie bietet Open Access für Mitglieder der Gesellschaft für Phytotherapie an. Mitglied werden

"Tag der Arzneipflanze" im Juni 2020

Erstmalig vom 5. bis 7. Juni 2020 findet der Tag der Arzneipflanze statt. Ziel ist, das Wissen über Arzneipflanzen und ihre Anwendung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dafür soll eine Vielzahl an Veranstaltungen in Arzneipflanzengärten, Schulen, Volkshochschulen, Universitäten bis hin zu  Kindergärten sorgen. Auch Hersteller pflanzlicher Arzneimittel und Apotheken sollen sich sich mit Aktionen beteiligen.

Der Tag der Arzneipflanze ist eine Initiative der Gesellschaft für Phytotherapie. Sie folgt damit ihrem auf den Gründer der wissenschaftlichen Phytotherapie, den Arzt Prof. Dr. med. Rudolf Fritz Weiß, zurückgehenden Auftrag, das Wissen über die gesundheitlichen Wirkungen der Arzneipflanzen auf eine wissenschaftliche Basis zu stellen und bekannt zu machen. 

Der Tag der Arzneipflanze soll künftig immer am ersten Juni-Wochenende stattfinden und bewusst machen, dass Heilen mit Arzneipflanzen und pflanzlichen Arzneimitteln eine moderne, wirksame und wissenschaftlich belegbare Therapie ist.

Mitwirkende sind z.B.:

- Arzneipflanzengarten der Universität Münster
- Arzneipflanzengarten der Universität Frankfurt
- Botanischer Garten der Universität Ulm
- Botanischer Garten der FU Berlin
- Arzneipflanzengarten Hannover

Informationen sind unter www.tag-der-arzneipflanze.de abrufbar.

Cannabis-Gesetz in Deutschland - ein Erfolg?

Seit dem 10. März 2017 ist es erlaubt, Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen nach entsprechender Indikationsstellung und bei fehlender Therapiealternative adäquat mit Cannabisarzneimitteln zu versorgen. Das Gesetz zur „Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften“ („Cannabis-Gesetz“) ermöglicht die Verkehrs- und Verschreibungsfähigkeit von Arzneimitteln auf Basis von Cannabisblüten und -extrakten in standardisierter pharmazeutischer Qualität zu medizinischen Zwecken neben Fertigarzneimitteln. Eine Bestandsaufnahme mit Ausblick von Nicole Armbrüster, Britta Ginnow und Sebastian Schütze findet sich in der Zeitschrift für Phytotherapie (ZPT) 02/2019 Link.

Hinweis: Als Mitglied der Gesellschaft für Phytotherapie haben Sie freien Zugang zur ZPT Link. Zum Antrag auf Mitgliedschaft Link.

Forschergruppe Klostermedizin: Weißdorn Arzneipflanze des Jahres 2019

Alle Jahre wieder kürt die Forschergruppe Klostermedizin in Würzburg die "Arzneipflanze des Jahres". Nach dem im vergangenen Jahr dem eher unbekannten Andorn diese Ehre zuteil wurde, ist mit dem Weißdorn nun eine der populärsten Arzneipflanzen der Phytotherapie ausgezeichnet worden. Mehr

Die im Jahre 2016 erschienenen aktuelle Monographie des HMPC, des Heilpflanzenkommittees der europäischen Zulassungsbehörde der EMA, empfiehlt Zubereitungen aus Weißdornblättern und -blüten bei Symptomen vorübergehender, nervös bedingter Herzbeschwerden, wie Herzklopfen, nachdem ernstere Erkrankungen durch eine ärztliche Diagnose ausgeschlossen wurden, sowie bei leichten Symptomen von psychischem Stress und bei Schlafstörungen. Gerade diese Wirkungen auch bei Stress und Schlafstörungen machen Weissdorn heute zu einer überaus aktuellen Arzneipflanze.

Zusammenfassende Informationen zu Weißdorn finden sich im Arzneipflanzenlexikon der Kooperation Phytopharmaka unter www.arzneipflanzenlexikon.info.

Deutscher Naturheilbund e.V. mit der GPT-Homepage verlinkt

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Der Deutsche Naturheilbund als Dachverband und seine regionalen Vereine setzen sich seit über 125 Jahren für die Verbreitung und  Anerkennung naturheilkundlichen Wissens in der medizinischen Heilbehandlung  ein  – unabhängig, ehrenamtlich und gemeinnützig.

Als engagierter Laienverband hat er auch viele kompetente und erfahrene Ärzte, Heilpraktiker, Physiotherapeuten, Gesundheits- und Naturheilkundeberater in seinen Reihen. Er pflegt mit Stiftungslehrstühlen und Instituten für Naturheilverfahren und komplementäre Medizin enge Kontakte. Sein Anliegen ist, die dort bereits gelehrte Naturheilmedizin in die Therapiepraxis im Alltag für die Bevölkerung umzusetzen. Link: https://www.naturheilbund.de

Leitlinienbeauftragter der GPT leitet die Klinik für Integrative Medizin und Naturheilkunde des Klinikums Bamberg

Prof. Dr. Jost Langhorst, Leitlinienbeauftragter der GPT und Top-Mediziner auf der FOCUS-Ärzteliste, leitet die neue Klink für Integrative Medizin und Naturheilkunde des Klinikums Bamberg. Zu seinen Forschungsprojekten gehören Naturheilkunde und Komplementärmedizin im Leitlinienprozess. Mehr

Die GPT wünscht frohe Festtage!

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Fichte, Kiefer und Tanne spielen in dieser Jahreszeit nicht nur als Weihnachtsbäume eine richtige Rolle. Ihre Öle werden auch in der Phytotherapie angewendet, gleichermaßen bei Atemwegs- und Schmerzerkrankungen wie auch als Bestandteil von medizinischen Bädern. Nähere Auskunft bietet www.Arzneipflanzenlexikon.info: Fichte Kiefer

Prof. Dr. Karen Nieber, Mitglied des Kuratoriums der GPT, mit dem Förderpreis 2018 der "Inititative Arzneimittel Für Kinder (IKAM) ausgezeichnet


Für ihre Initiative, Kindern die Entwicklung eines Arzneimittels in interaktiven Vorträgen nahezubringen, wurde Frau Prof. Dr. Karen Nieber, Mitglied des Kuratoriums der GPT und Autorin zahlreicher Publikationen zu pflanzlichen Kinderarzneimitteln, mit dem Förderpreis "Better Medicines for Children" ausgezeichnet. Mehr

Deutsche Gesellschaft für Naturheilkunde e.V. in die AWMF aufgenommen

Die Deutsche Gesellschaft für Naturheilkunde wurde als eine zweite Fachgesellschaft, zu deren Gebieten die Phytotherapie gehört, in die AWMF aufgenommen. Das ist für die DGNHK ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur weiteren Etablierung wissenschaftlich fundierter Naturheilkunde in Deutschland.

http://www.gesellschaftnaturheilkunde.de/

Der Phytotherapie-Preis zur Förderung des wissenchaftlichen Nachwuchses 2019 ausgeschrieben

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Die Gesellschaft für Phytotherapie wird beim Phytotherapiekongress 2019 in Münster wieder den Phytotherapiepreis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses verleihen.

Der Phytotherapie-Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses dient der Förderung von jungen Wissenschaftlern und wird für Examensarbeiten verliehen, die einen Bezug zum Gebiet der Phytotherapie haben (Bachelor-, Master-, Staatsexamens-, Diplom- und Doktorarbeiten und im Zusammenhang mit diesen entstandene Publikationen). Der Preis ist mit 2000 € dotiert.

Die Unterlagen können bis zum 31. Mai 2019 an die Adresse der GPT, info@phytotherapie.de, eingereicht werden.
Ausschreibung 2019

Samuel N. Okpanyi Ehrenmitglied der GPT

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Der Phytopharmakologe und -toxikologe Samuel N. Okpanyi ist neues Ehrenmitglied der GPT. Der gebürtige Nigerianer und bekennende Hesse hat in Zusammenarbeit u. a. mit Prof. Fritz Kemper und Prof. Mohamed T. Khayyal, beide mittlerweile ebenfalls Ehrenmitglieder der GPT, Pionierarbeit auf dem Gebiet der Pharmakologie und Toxikologie pflanzlicher Arzneimittel geleistet. Er war dabei jahrzehntelang als Leiter der Pharmakologie und Toxikologie eines bekannten deutschen Herstellers pflanzlicher Arzneimittel, der Steigerwald Arzneimittelwerk GmbH in Darmstadt, tätig. Die GPT konnte stets auf seine engagierte Unterstützung und nicht zuletzt auch auf seine allseits geschätzten Diskussionsbeiträge zählen, die zu den hohen wissenschaftlichen Standards der GPT beigetragen haben.

PAs: State-of-the-art-Workshop zur Toxikologie

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An der Universität Kaiserlautern fand im September 2018 ein internationaler Workshop zu den Pyrrolizidinalkaloiden statt. Diese Stoffgruppe dominiert mittlerweile schon seit einigen Jahren die Diskussionen um Verunreinigungen bei pflanzlichen Arzneimitteln. Der Workshop präsentierte den "state of the art" bei den Werten für eine akzeptable Belastung mit dieser Stoffgruppe und gab für dieses gegenwärtig insbesondere von der EFSA und das HMPC, aber auch zahlreiche nationale weltweit Behörden bearbeitete Feld neue Impulse.
Wichtige Ergebnisse waren eine Bestätigung der aktuellen Ansätze der EFSA auf diesem Gebiet und der Notwendigkeit, die wissenschaftlichen Grundlagen für eine künftige Berücksichtigung der Unterschiede der toxischen Potenz innerhalb dieser Stoffgruppe zu schaffen. 
Toxicity and risk assessment of pyrrolizidine alkaloids - current status and way forward
OCCURRENCE - TOXICITY - RISK ASSESSMENT
12.-13. September 2018 | Kaiserslautern

Zum Programm (.pdf)
Zur Registrierung (.pdf)

Ankündigung: Workshop 2020

Im selben Rahmen wie 2018 findet auch im September 2020 ein internationaler Workshops zu PAs statt. Link

Aktueller Beitrag in der ZPT

Unter dem Titel "Pyrrolizidinalkaloid-Kontaminationen in Arzneipflanzen - Umsetzung regulatorischer Anforderungen bei der Produktion pflanzlicher Arzneimittel" ist ein Artikel von BarbaraSteinhoff erschienen. Link

Symposium - Vom Target zur Therapie

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Die Kooperation Phytopharmaka lädt auch in diesem Jahr wieder zu einem Symposium über ein für die Phytotherapie bedeutsamen Themenfeld ein. Termin: 17.10.2018, 14:00 Uhr, Köln
Programm und Anmeldung

Cannabis - eine Option? 

Ein Jahr in der Legalität - in ihrem Gasteditorial für die Zeitschrift für Phytotherapie ziehen Ilse Zündorf und Theo Dingermann Bilanz. In der Praxis der Cannabinoid-Verordnung führt dann Isabel Kuhlen ein, während Markus Bleckmann, Klaus Weckbecker und Sebastian Voss über Erfahrungen in einem der Anwendungsgebiete von medizinischem Cannabis berichten, der pharmakoresistenten Übelkeit im Rahmen einer somatoformen Störungen bei einem Post-Polio-Syndrom. Mehr

Positionspapier zur Förderung der Forschung in der Phytotherapie

Zusammen mit anderen wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Verbänden auf dem Gebiet der Phytotherapie, die sich im Bündnis Phytotherapie zusammengeschlossen haben, hat die Gesellschaft für Phytotherapie ein Papier zur Forschungsförderung veröffentlicht. Wichtige Forderungen sind:

1. Verbesserung der Forschungsbedingungen im Bereich der Phytotherapie durch verstärkte öffentliche Forschungsförderung

  • Einführung neuer Entwicklungsprogramme und Förderschwerpunkte
  • Stärkere Einbeziehung von Experten aus dem Bereich der Phytotherapie in die Gutachterkommissionen, z.B. von DFG und BMBF

2. Einrichtung staatlich finanzierterLehrstühle und akademischer Forschungsinstitute an deutschen Universitäten mit dem Schwerpunkt Phytotherapie

3. Stärkere Verankerung der Phytotherapie in der medizinischen und pharmazeutischen Ausbildung

4. Stärkere Unterstützung universitärer Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der Phytopharmaka und Phytotherapie

5. Förderung klinischer Studien mit hoher Relevanz für die Patientenversorgung

Eine intensivere Forschung steigert Wissen und Akzeptanz zu Phytopharmaka in den Fachkreisen und ermöglicht eine gezielte Anwendung. Zugleich kann dadurch die Evidenz für die Wirksamkeit von Phytopharmaka verbessert werden,
so dass positive Anwendungsempfehlungen vermehrt in medizinischen Leitlinien verankert werden.

Das Positionspapier ist auf der Homepage des Gesellschaft für Phytotherapie (.pdf) und des Bündnis Phytotherapie (.html) zugänglich.

ESCOP-Monographie zu Johanniskraut erschienen

Die ESCOP-Monographie zu Johanniskraut ist in aktualisierter Form erschienen, sicherlich die umfangreichste ihrer Art. Sie kann auf der ESCOP-Homepage erworben werden.
ESCOP Hypericum
Das Link lautet: http://escop.com/electronic-monographs/

Mitglieder der GPT können die Online-Versionen vieler ESCOP-Monographien kostenlos beziehen. Den dafür benötigten Code finden Sie im Mitgliederbereich der GPT-Homepage.

Publikation "Tradition in der evidenzbasierten Versorgung“ steht zum Download zur Verfügung

Im September 2017 hatte die Gesellschaft Phytotherapie unter dem Präsidenten Herrn Prof. Hensel ihren Kongress in Münster veranstaltet. Im Vorfeld gab es ein durch die Firma Dr. Willmar Schwabe, Karlsruhe, unterstütztes Satellitensymposium zum Thema „Tradition in der evidenzbasierten Versorgung“.

Im Nachgang wurde von Herrn Prof. Dobos und weiteren Referenten eine Publikation erstellt, in der die Ergebnisse dieses Symposiums zusammengefasst sind.

Nicht verpassen: Registrierung für den tetranationalen Phytotherapiekongress 2018 in Wien

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Der von 31. Mai 2018 bis 2. Juni 2018 in Wien stattfindende Phytotherapiekongress wird von vier Ländern, Österreich, Schweiz, Niederlande und Deutschland veranstaltet. Die Rahmenthemen „Cannabis als Arzneimittel“, „Phytotherapie bei Infektionskrankheiten“, „Krankheiten des Zentralnervensystems“ und „Entzündungen“ versprechen interessante Vorträge und Diskussionen. Die Kongresshomepage http://www.phytokongresswien2018.at steht für Registrierung, Postereinreichung und genauere Information zur Verfügung.

Beeren als Arzneipflanzen?

Welchen Stellenwert die Heidelbeere und die Johannisbeere in der Phytotherapie haben, zeigen Übersichtsarbeiten aus der Arbeitsgruppe von Prof. Jost Langhorst auf, die in der Zeitrschrif für Phytotherapie (ZPT) erschenen sind.

Mitgliedern der GPT steht der Zugang zur ZPT kostenfrei zur Verfügung.

Zur ZPT  Zum Onlinezugang für Mitglieder der GPT

Phytotherapie-Preis für Innovationen 2018: Bewerbungsfrist 30.04.2018

Der Innovationspreis der Gesellschaft für Phytotherapie honoriert praxisorientierte Innovationen, die den Stellenwert der Phytotherapie bei Patienten, Ärzten und Apothekern fördern.

Ziel des Preises ist, die zahlreichen Innovationen, die die Phytotherapie voranbringen, in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen. In der Vergangenheit wurden bahnbrechende Forschung an antiadhäsiven Naturstoffen, die Antibiotika ersetzen können, und die Entwicklung eines neuen pflanzlichen Wirkstoffes zur Förderung der Wundheilung ausgezeichnet (Bild).  

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Arbeiten können bis zum 30. Juni 2018 bei der GPT eingereicht werden. Der Preis  wird im Rahmen des Phytokongresses 2018 in Wien verliehen.

Ausschreibung

Neu im Netz: GPT - Der Film

Aktiv für die Phytotherapie: Der neue Film über die GPT (Dauer 3.13 min) macht deutlich, warum es sich lohnt, sich in der Gesellschaft für Phytotherapie zu engagieren.

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Die Arzneistoffe, die die Natur bereitstellt, gewinnen wachsende Bedeutung für eine Gesellschaft, in der ein sorgsamer Umgang mit der Gesundheit immer mehr im Mittelpunkt steht. Die Gesellschaft für Phytotherapie macht sich daher für die Zukunft der pflanzlichen Arzneimittel stark. 

Bitte vergeben Sie ein "Like" in Youtube!

Film auf Youtube

Phytotherapie aktuell - Archiv

Weitere Meldungen finden Sie im Archiv.